Igel

Gebührenfutter beim MDR

Nette Geschichten wissen die Dresdner Neuesten Nachrichten (DNN) zu berichten. Im Dresdner Landesfunkhaus kostet das gebührensubventionierte Kantinenessen durchschnittlich 2,79 Euro, während ein sächsisches Mensa-Essen im Schnitt 3,05 Euro kostet.

Auch sonst haben die Rechnungshöfe der für den MDR zuständigen Länder, auf deren Angaben der DNN-Artikel beruht, Seltsamkeiten aufgedeckt. Da ist von Auftragshäufungen bei einigen Unternehmen die Rede. Einmal wurde der Zuschlag einer Ausschreibung dem Dreizehntplatzierten erteilt.

Und für ein wunderbares Onlineprojekt, dessen Realisierung nach Ansicht der Rechnungshöfe gar nicht zulässig war, ist einem pensionierten MDR-Mitarbeiter ein Beraterhonorar zugeflossen. Sein Aufgabenbereich u.a.: eine Projektkonzeption, die dummerweise aber schon extern erledigt wurde, was noch mal einen Batzen gekostet hat.

Der MDR streitet die Vorwürfe ab, will aber über die Kantinenpreise nachdenken. Na dann: Mahlzeit!


Kommentare
Was gerne vergessen wird: das Mensa-Essen wird üblicherweise sowohl vom Steuerzahler, als auch von den Studierenden selber über den Studentenwerksbeitrag subventioniert.
Daß im Schnitt trotzdem das Mensa-Essen teurer ist, als die Kantine der LRA, ist aber schon seltsam...
In einer typischen Mensa gibts weniger Gerichte, es werden mehr Essen ausgegeben als im Landesfunkhaus, und die Qualität des Mensa-Essens dürfte nicht an das der Kantine rankommen - und trotzdem ist die ein ganzes Stück billiger...

Schade, daß nicht offengelegt wird, wieviel "Zuschuß" über die GEZ da verbraten wird, im wahrsten Sinne des Wortes...
#1 Anonimous am 07.02.2009 12:44 (Antwort)

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