Dienstag, 10. März 2009, 08:42Anstalten mögen keine TreppenWer es gewohnt ist, im Verfassungsaufzug hoch und runter zu fahren, dem sind drei Stufen wie im Drei-Stufen-Test nicht zuzumuten. Und so wehren sich die öffentlich-rechtlichen Anstalten: ARD und ZDF lassen Gutachten erstellen, um den am 1.6. in Kraft tretenden Staatsvertrag, der sie zum Treppensteigen zwingt, zu überprüfen. Der MDR zeigt mit vorauseilendem Gehorsam Widerstand. Für ein Projekt, das angeblich 330.000 € im Jahr kostet, wird in der ersten Stufe ein Gutachten eingeholt, das 220.000 € kostet. Dabei ist die Lösung der öffentlich-rechtlichen Probleme ganz einfach: Wenn sie sich zu sehr belastet fühlen mit der Durchführung des Drei-Stufen-Tests, dann nimmt man halt eine externe Aufsicht. Die Landesmedienanstalten, die bisher nur Privatfunker beaufsichtigen, würden sicher gerne ihre Kompetenzen ausweiten. Nur ob den Anstalten das gefallen wird, wenn Fassadenkletterer von außen bei ihnen hineingucken? |
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