Igel

Revolution mit Verfallsdatum

Beim Deutschlandradio gibt es einen Artikel zur schönen neuen Welt des Internetrundfunks: Die radiophone Revolution. Mehr als 10.000 Sender gäbe es weltweit. 

Vorgestellt werden auch Radios, die nur noch übers Internet Sender empfangen, sogar per Autoradio geht das. Doch letztlich zieht Peter Knaak von der Stiftung Warentest ein ernüchterndes Fazit. Da jeder Rundfunkempfänger einzeln bedient werden muss, hat das Internet als Übertragungsmedium im Vergleich zum klassischen Rundfunk seine Grenzen: "Es ist einfach das Internet nicht dafür gemacht, Rundfunk zu verbreiten."

Diesen Satz kann man sich einrahmen und an Verwaltungsgerichte in ganz Deutschland schicken.


Kommentare
Hallo Herr Kraus.

Als Netzwerker muss ich der -unspezifischen- Formulierung "Es ist einfach das Internet nicht dafür gemacht, Rundfunk zu verbreiten." in gewisser Hinsicht widersprechen:
Im Zusammenhang mit der sich ankündigenden Einführung von IPv6 und der damit einhergehenden ausreichenden IP-Adress-Menge wird es für Radio- und Fernsehsender relativ leicht sein, sich per Multicast einen internet-basierenden "broadcast-artigen" Verteilweg zu realisieren.
Natürlich ist der Ist-Zustand aktuell so -und auf den müssen wir uns einerseits argumentativ beziehen-, dass über IPv4 kein Broadcast/Multicast angeboten wird und Rundfunk kein Rundfunk, sondern "Punktfunk" ist. Jedoch wird sich das -denke ich- irgendwann ändern...

MfG, KH
#1 Klaus Heinisch am 06.05.2009 16:32 (Antwort)
Letztlich spielt die Technik eh nicht die große Rolle - das Zitat von neutraler Stelle war nur so schön;-) Auch für Punktfunk können die Anstalten Gebühren verlagen, wenn er genutzt wird. Wir werden sehen, ob die neuen technischen Möglichkeiten durch IPv6 bei den Rundfunknutzern durchschlagen.
#2 Hans-Peter Kraus (Homepage) am 06.05.2009 17:29 (Antwort)

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