Dienstag, 2. September 2008, 12:55„Der öffentlich-rechtliche Rundfunk braucht das Internet“Das sagt Fritz Raff, der aktuelle ARD-Vorsitzende, und sein Nachfolger Peter Boudgoust sieht vor allem im Qualitätsjournalismus die Funktion der Anstalten fürs Internet. Nun stellt sich aber heraus, dass die Rundfunksender nicht das Korrektiv fürs Internet sind, sondern das Internet ist Korrektiv für die Sender. Aktuelles Beispiel: Die Tagesthemen zeigen neun Minuten aus einem einstündigen Interview mit dem Wladimir Putin. Nachdem im Netz ruchbar wird, dass vieles aus dem Gespräch ausgelassen wurde, eine erste längere Version in Textform auftaucht, verschiedenen Blogs darüber berichten und im Tagesschau-Blog die Kommentare überhand nehmen, entschließt sich die ARD das vollständige Interview zumindest im Internet zu zeigen. Wo früher die Zuschauer essen mussten, was auf den Tisch kommt, zeigt heute der Druck des Netzes Wirkungen auf die so genannten Qualitätsjournalisten. Wenn also das Internet eine wichtige Funktion für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk hat, wieso müssen dann reine Internetnutzer Rundfunkgebühren zahlen? Es wäre doch viel sinnvoller, die Anstalten zahlten eine Internetgebühr. Weitergeführt in: „Der öffentlich-rechtliche Rundfunk braucht das Internet“, Folge 2 Kommentare
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