Donnerstag, 26. November 2009, 15:05Bayerischer Rundfunk beseitigt alle KlarheitenEin bayerischer Gebühren-Igel machte mich darauf aufmerksam, dass der BR seinen Text zum Rundfunk via Internet geändert hat. Vorher standen dort so gefährliche Sätze wie: "Die Sendeinfrastruktur wäre überfordert, wenn alle, die bisher zum Beispiel per Antenne Radio gehört haben, nun gleichzeitig Live-Streaming nutzen würden." Auch wurde klargestellt, dass Live-Streaming rein technisch gesehen kein "RUNDfunk" ist. Davon ist nun nichts mehr zu lesen. Internet ist nach der neuen Version aus dem Juli nur ein weiterer Programmverbreitungsweg. Die für den Gebührenzahler wichtige Unterscheidung Rundfunk zu Nicht-Rundfunk wird platt gemacht zugunsten von Pauschalierungen wie dem Begriff Web-TV, der dem BR zufolge alles zusammenfasst, was sich bewegt: Livestreams, Mediatheken, Videosammelplattformen. Damit wird nun auch völlig unklar, warum man eigentlich keine Fernsehgebühr für den Computer zahlen muss, wenn es doch so viel TV im Web gibt. Aber von Unklarheiten (bezüglich Auftrag, Rundfunkgebührenpflicht) leben schließlich die Anstalten. |
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Und vom Konzept her passt es auch: die Big Player zahlen weniger (bleibt also mehr übrig für die notwendigen Spenden an die Bedenkenträger in der Politik), die Kleinen zahlen doppelt.
Mal sehen, wie das mit dem Rundfunkrat ausgeht - obs mal wider ein echter Bruch der Verfassung mit Ankündigung wird, oder ob man ein schamhaftes Feigenblatt vorschiebt, ums für den deutschen Michel als "faire" Entscheidung zu kaschieren... sofern davon dann wirklich was in der unabhängigen öffentlich-rechtlichen Presse erscheinen sollte.