Igel

Der Springer-Wahnsinn: Die "BILD"-Gebühr soll kommen

Heise online berichtet, dass Christoph Keese vom Springer-Verlag bei der Auftaktveranstaltung des Kölner Medienrechtforums erklärt hat, wie sich die Verleger ihr geplantes Leistungsschutzrecht vorstellen. Demnach soll für alle gewerblich genutzten PCs eine Gebühr zugunsten der Verleger erhoben werden, die diese dann in einer Verwertungsgesellschaft unter sich aufteilen.

Damit würde nicht mehr nur öffentlich-rechtlicher Dudelfunk oder Unterhaltungs-TV die Gnade der Gebühr erfahren, sondern auch die "BILD"-Zeitung höchstpersönlich.

Mein Vorschlag: Bei der Rundfunkgebühr hat es sich nicht bewährt, das rechtswidrige Umgehen als Ordnungswidrigkeit einzustufen. Da es einem einigermaßen intelligenten Menschen nicht zuzumuten ist, die "BILD"-Zeitung durch eine Gebühr zu unterstützen, sollten hier gleich Haftstrafen ohne Bewährung angewandt werden, wenn jemand die Gebühr nicht zahlt. Ich denke, es ist ganz im Sinne der "BILD", das Strafrecht möglichst rabiat zur Geltung kommen zu lassen.


Kommentare
Ergänzend dazu der folgende Link: http://www.teltarif.de/verlage-versus-google-lez-abgabe/news/37778.html

Warum man sich hier wieder den gewerblichen Teil der Gesellschaft als Melkkuh ausgesucht hat, wo doch gerade am Arbeitsplatz in der Regel eher nicht Nachrichten und Feuilletonistisches recherchiert werden - - Und erstaunlich, daß man sich bei 1&1 schon mit black- und white-Lists beschäftigt, damit den gewerblichen Nutzern keine Zusatzkosten entstünden. Sollen sie doch endlich ein brauchbares minipay-System etablieren, am besten auch gleich für die Öffentlichrechtlichen im Internet, dann hätten wir Ruhe.
#1 Knitterbart am 12.03.2010 11:57 (Antwort)

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